Konventionelle Zugbeeinflussung (ATP)

Mit Trainguard hat Siemens ein System für die konventionelle Zugbeeinflussung geschaffen, das modular und universell eingesetzt werden kann. Die wichtigsten sicherheitsrelevanten und betrieblichen Funktionen betreffen optimierte Zugfolgezeiten, Pünktlichkeit und die zuverlässige Übertragung vom Fahrzeug zur Strecke und umgekehrt.

Trainguard® Indusi I60R – Induktives Zugbeeinflussungssystem

Trainguard Indusi I60R wird im Nah- und Fernverkehr eingesetzt. Als induktives punktförmig wirkendes Zugbeeinflussungssystem überträgt Trainguard Indusi I60R Informationen von der Strecke zum Zug. Dies geschieht an geeigneten Streckenpunkten wie z. B. an den Signalstandorten oder vor Langsamfahrstellen. Es besteht aus einer Streckeneinrichtung, dem Gleismagnet, und einer Fahrzeugeinrichtung, die sich aus Zentraleinheit, Fahrzeugmagneten, Wegimpulsgeber, Bremseingriff sowie Bedien- und Anzeigeelementen zusammensetzt.

Trainguard® ZSI 127 – Punktförmiges Zugbeeinflussungssystem

Das Zugbeeinflussungssystem Trainguard ZSI 127 überwacht die Zugfahrt mittels dynamischer Bremskurvenberechnung und ist speziell für den Betrieb auf Strecken mit engen Platzverhältnissen ausgelegt.

Die Datenübertragung erfolgt im Paket 44 der Eurobalise und, falls erforderlich, semikontinuierlich durch den Euroloop. Trainguard ZS127 ist streckenseitig kompatibel mit ETCS L1 (LS). Optional können zudem auch Magnetempfänger angeschlossen und die im Schweizer Meterspurnetz weit verbreiteten ZSI/ZST-Strecken Magnete verarbeitet werden.

  • Kontinuierliche Überwachung der Zugfahrt

  • Abfahrverhinderung in Kreuzungs- und Wende-Bahnhöfen mit fehlendem Durchrutschweg dank Euroloop

  • Konfigurierbare Überwachung des Zugschlusses verhindert ein zu frühes Beschleunigen des Zuges

  • Flexible Migrationsmöglichkeiten dank Auswertung der ZSI-/ZST-Magnetinformation im ZSI 127-Fahrzeugrechner


Trainguard® ZUB® 200 – Punktförmiges Zugbeeinflussungssystem

Das punktförmige Zugbeeinflussungssystem ZUB 200 lässt sich in bestehende Signalsysteme integrieren. Sein modularer Aufbau ermöglicht eine optimale Konfiguration für jede Strecke.

ZUB 200 stellt keine speziellen Anforderungen an das Signalsystem der zu sichernden Bahnen und unterstützt den Fahrer mit einer Vielzahl automatischer Funktionen wie zum Beispiel:

  • Ständige sichere Überwachung der Geschwindigkeit und des Bremsvorgangs

  • Anzeige von Soll- und Ist-Geschwindigkeiten im Fahrerstand

  • Akustisches Warnsignal beim Überschreiten der Sollgeschwindigkeit und automatisches Auslösen des Bremsvorgangs

  • Fahrsperre an Halt zeigenden Signalen

  • Unterstützung von leittechnischen Systemen durch Streckendaten


Trainguard® ZUB® 262 – Punktzugbeeinflussung

Das Zugbeeinflussungssystem ZUB 262 ist ein modulares System, das in verschiedenen Varianten entsprechend der Anforderung des Kunden eingesetzt wird und lässt sich an bestehende Signalsysteme adaptieren. Eingesetzt wird das Zugbeeinflussungssystem ZUB 262 im Fernverkehr. Die Übertragung wird realisiert durch einen 850-kHz-Kanal und durch Eurobalisen.

ZUB 262 bietet folgende Grundfunktionen:

  • Ständige sichere Überwachung der Geschwindigkeit und des Bremsvorgangs

  • Anzeige von Soll- und Istgeschwindigkeit im Fahrerstand

  • Akustisches Warnsignal beim Überschreiten der Sollgeschwindigkeit und automatisches Auslösen des Bremsvorgangs

  • Fahrsperre an Halt zeigenden Signalen


Trainguard® LZB 80 – Linienförmiges Zugbeeinflussungssystem

Das Linienzugbeeinflussungssystem mit der Fahrzeugeinrichtung LZB 80 liefert dem Triebfahrzeugführer Informationen über die zu erwartenden Signale und Geschwindigkeitseinschränkungen mit einer Vorschau von bis zu 10 km. Beim Überschreiten der vorgegebenen Geschwindigkeit wird eine Zwangsbremsung ausgelöst.

Die Fahrzeugeinrichtung LZB 80 wird eingesetzt im Fernverkehr, insbesondere im Hochgeschwindigkeitsverkehr, aber auch im S-Bahn-Betrieb, wie zum Beispiel in München.