Seit 130 Jahren Passagierverkehr mit Siemens

Über 130 Jahre Erfahrungen von Siemens nicht nur bei elektrischen Lokomotiven, sondern auch im Passagierverkehr: Siemens kann auf einen großen Erfahrungsschatz im Personenverkehr zurückblicken. Immer wieder hat Siemens maßgeblich den Personenverkehr mit Innovationen vorangebracht. Schon die erste elektrische Lokomotive – vorgestellt von Siemens im Jahre 1879 – wurde in der Personenbeförderung eingesetzt.

1903: Erster Schnelltriebwagen mit über 200km/h

Versuchstriebwagen von AEG und Siemens erreichen auf der Teststrecke in Berlin zwischen Marienfelde und Zossen Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h. Am 7.10.1903 wird zum ersten Mal die 200 km/h Grenze überwunden. Ein Siemens-Fahrzeug fährt an diesem Tag 206,7 km/h schnell. Hiermit werden die neuen Möglichkeiten des Hochgeschwindigkeits-Verkehrs deutlich.

1933: Planmäßiger Schnellverkehr mit dem Fliegenden Hamburger

Am 15.5.1933 wird ein Schnelltriebwagenverkehr mit dem Fliegenden Hamburger mit einer maximalen Geschwindigkeit von 165 km/h zwischen Hamburg und Berlin aufgenommen. Die elektrische Ausrüstung der Fahrzeuge kommt von Siemens-Schuckert. Die erreichte durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 123 km/h wird erst im Jahre 1997 wieder erreicht.

1965: 200 km/h mit der E103 der Deutschen Bundesbahn

Siemens ist am Bau der Schnelllokomotive E103 maßgeblich beteiligt: Der gesamte elektrische Teil wurde von Siemens entwickelt. Die 200 km/h schnellen Lokomotiven sind bei ihrer Inbetriebnahme die leistungsstärksten einteiligen Loks weltweit. Lange Zeit sind sie das Flaggschiff der Deutschen Bundesbahn und das Symbol für den schnellen TEE- und Intercity-Verkehr.

Ab 2000: Eurosprinter im grenzüberschreitenden Personenverkehr

Die Taurus Lokomotiven der ÖBB sind seit Jahren höchst erfolgreich im Reisezugverkehr im Einsatz. Auch der Railjet, das aktuelle Paradepferd der ÖBB bestehend aus Siemens-Viaggio-Wagen, wird mit Siemens Eurosprintern bespannt und bedient die Relationen Budapest–Wien–München und Budapest–Wien–Zürich. Die Lokomotiven sind mit dem österreichischen Fernsteuerkonzept ausgerüstet.

2006: Mit 357 km/h Weltrekord einer Siemens-Lokomotive

Die schnellste Lokomotive der Welt ist eine Siemens-Lokomotive! Am 2.9.2006 fährt eine Serien-ES64U4 den neuen Weltrekord für Lokomotiven mit 357 km/h. Im Gegensatz zu den vorhergegangenen Rekordfahrten in Frankreich werden keine Änderung der Getriebeübersetzung oder Modifikationen an der Oberleitung ausgeführt. Die Fahrt erfolgt mit einer Lokomotive aus der Serienfertigung, ohne dass im Nachgang eine Komponente getauscht werden muss.

Ab 2007: Mehrsystemloks U4 im grenzüberschreitenden Personenverkehr

Die ÖBB setzt ihre ES64U4-Lokomotiven ab 2007 im hochwertigen grenzüberschreitenden Reiseverkehr ein. So werden die Relationen Wien–Prag–Dresden und München–Innsbruck–Verona, sowie der teilweise über italienisches Territorium führende Korridorverkehr Innsbruck–Brenner–Franzensfeste–Bruneck–Lienz bedient.

Ab 2008: Mehrsystemloks F4 im grenzüberschreitenden Personenverkehr

Unsere Kunden nutzen auch ihre ES64F4-Lokomotiven im grenzüberschreitenden Reiseverkehr. So wurden beispielsweise der CityNightLine von Deutschland in die Niederlande, der Berlin-Warschau-Express oder die Eurocity-Verbindungen zwischen Deutschland, Österreich und Italien mit diesen Lokomotiven bespannt.

Ab 2010: Mehrsystemloks U4 im grenzüberschreitenden Personenverkehr

Neben der ÖBB setzt auch die polnische PKP Intercity Lokomotiven von Siemens im hochwertigen grenzüberschreitenden Reiseverkehr ein. Es handelt sich dabei um Mehrsystemlokomotiven der Reihe ES64U4, die zwischen Berlin und Warschau verkehren.