railGATE – eine Investition in die Zukunft

Zukünftig sollen in Bahnfahrzeugen Systeme zur Verfügung stehen, die mit Ortungsinformationen via Satellit arbeiten. Möglich wird dies durch Galileo: Das europäische Satellitennavigationssystem wird ab 2010 auf dem Gelände des Prüf- und Validationcenters simuliert werden. Schon vor dem Start des Galileo-Systems unter Realbedingungen entsteht hier ein Testgebiet für die schienengebundene Navigation.

Starke Partner

Mit dem Testgebiet unterstützt Siemens das Zukunftsprojekt railGATE, durchgeführt von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. railGATE wird von der Raumfahrt-Agentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Nach Aufnahme des Testbetriebs in 2010 soll Galileo voraussichtlich im Jahr 2012 in Betrieb gehen.

Neue Verlässlichkeit

Zugsicherungstechnik benötigt aufgrund außerordentlich hoher Sicherheitsanforderungen einen erheblichen technischen Aufwand und große Zuverlässigkeit. Satellitennavigation hat hier noch keinen Einzug gehalten. Denn aktuelle Navigationssysteme GNSS (Global Navigation Satellite Systems) wie GPS (Global Positioning System) orten nicht verlässlich – Integritätsinformationen und Betriebsgarantie fehlen. Hier soll das zukünftige Satellitennavigationssystem Galileo der Europäischen Union Abhilfe schaffen.

Innovative Anwendungsfelder

Ziel des Projekts railGATE ist es, neue Anwendungsfelder für Galileo im Schienenverkehr zu erschließen und diesen künftig noch sicherer zu machen. Potenzielle Nutzer im Schienenverkehr erhalten mit der Simulation von railGATE im PCW die Möglichkeit, innovative Anwendungen schon vor der Verfügbarkeit eines echten Galileo-Signals zu testen.

Vorausschauende Tests

Im Rahmen von railGATE werden auf 30 m hohen Sendemasten acht Signalgeneratoren, sogenannte Pseudolites, angebracht, die schon bald Galileo-Signale in einem lokal begrenzten Gebiet senden. Mit Empfangsgeräten ausgestattete Fahrzeuge erhalten die Signale der umliegenden Pseudolites. Anwendungen von Ortungssystemen im Schienenverkehr, wie z.B. das automatische Rangieren oder die Verfolgung von Zügen, können so auf 28 km Gleis gefahrlos getestet werden.