Mit Funk auf Schiene: Siemens modernisiert die Zillertalbahn

16.06.2026

  • Technologie bringt volle Sicherheit und mehr Effizienz für den Bahnverkehr im Zillertal

Siemens Mobility wird die gesamte Zillertalbahn zwischen den Tiroler Orten Jenbach und Mayrhofen mit dem modernen Zugleitsystem Trainguard STC modernisieren. Die rund 32 Kilometer lange Strecke mit 10 Bahnhöfen, 8 Haltestellen, 82 Weichen und 16 Fahrzeugen wird in Zukunft durch das funk- und satellitengestützte Zugleitsystem überwacht und gesteuert. Teil des nun von Siemens Mobility und den Zillertaler Verkehrsbetrieben unterzeichneten Vertrags ist auch die Wartung des Systems für mindestens 20 Jahre. Damit ist die Modernisierung der Zillertalbahn das bisher größte Trainguard STC Projekt in Österreich und gleichzeitig ein Musterbeispiel für eine besonders wirtschaftliche und leistungsorientierte Modernisierung einer Schmalspurbahn. Die neue Technologie soll im Jahr 2028 in Betrieb gehen.

Wir verwandeln die traditionsreiche Zillertalbahn in ein Vorbild für moderne Mobilität. Mit unseren Technologien leisten wir einen Beitrag zu einer effizienten, sicheren und leistungsfähigen Bahn, von der Fahrgäste, Bahnbetreiber sowie die Umwelt profitieren.

Tanja Kienegger, CEO Siemens Mobility Austria

Mit der Modernisierung unseres Zugleitsystems geht die Zillertalbahn mit Riesenschritten in die Zukunft. Diese Erneuerung ist ein zentraler Baustein, um den steigenden Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Digitalisierung gerecht zu werden. Gleichzeitig steht das Projekt in engem Zusammenhang mit unserem umfassenden Vorhaben zur Dekarbonisierung der Zillertalbahn – von der neuen Fahrleitung bis hin zu nachhaltigen Gesamtlösungen für den Bahnbetrieb. Damit schaffen wir die Grundlage für eine moderne, klimafreundliche Mobilität im Zillertal.

Andreas Lackner, Vorstand Zillertaler Verkehrsbetriebe AG

Seit mehr als 120 Jahren ist die Zillertalbahn fester Bestandteil der Mobilität in Tirol. Die Modernisierung des Zugleitsystems sorgt dafür, dass die Strecke auch weiterhin zukunftsfähig bleibt. Fahrgäste profitieren währenddessen gleich mehrfach vom neuen System: Haltewünsche an den Bedarfshalten werden in Zukunft digital übermittelt und verlässliche Echtzeitinformationen zur Strecke wie etwa die nächsten Ankunfts- und Abfahrtszeiten werden an allen Stationen und online verfügbar sein. Außerdem leistet das System einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Strecke, da Fahrzeuge kontinuierlich und dynamisch von der Fahrdienstleitung überwacht werden. Onboard-Units auf den Zügen unterstützen den Lokführer, berechnen dabei individuelle Bremskurven, berücksichtigen dauerhafte sowie temporäre Geschwindigkeitsvorgaben und greifen bei Nichteinhaltung automatisch ein.

Auch entlang der Strecke erhöht Trainguard STC die Sicherheit. Durch die Einbindung von Eisenbahnkreuzungen in das System kann der Zug die Kreuzung nur dann überqueren, wenn die Anlage gesichert ist. Bei Störungen greift die Technologie ein und hält den Zug vollautomatisch an. Insgesamt werden in Zukunft 23 Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke in Trainguard STC eingebunden sein. Von dieser erhöhten Sicherheit werden alle Verkehrsteilnehmer profitieren.