Bundeshaus

Anhörung im Bundeshaus

 «Zukunftsperspektiven der Elektromobilität»
Was sind ihre Ansichten zu diesem Thema? Gerne können sich zu diesem Thema mit Heinz Brenner austauschen

Heinz Brenner kontaktieren

Datum: 16.10.2019

 

Im Herbst 2019 nahmen Gerd Scheller (CEO, Siemens Mobility AG) und Heinz Brenner (Business Development, Siemens Mobility AG) an einer Anhörung der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates (KVF-N) zum Thema «Zukunftsperspektiven der Elektromobilität» teil. Geleitet wird diese 25-köpfige Nationalratskommission von ihrer Präsidentin, der Nationalrätin Edith Graf-Litscher.

 

Die Kommission zeigte grosses Interesse an Fragen wie «Welche Rolle spielt die Elektromobilität und andere alternative Antriebe in den jeweiligen Branchen?», «Wie stark wird in Elektromobilität investiert?» und «Wie sehen die anwesenden Unternehmen die Zukunft?». Diese und andere Fragen sollten in einem jeweils 5-minütigen Vortrag beantwortet und in der anschliessenden Diskussion vertieft werden.

 

Die Anhörungen fanden in zwei Blöcken statt, «Wissenschaft und Verwaltung» kamen am Vormittag zum Zug, die Vertreter von «Industrie und Verbände» präsentierten am Nachmittag ihre Sicht auf die Dinge. Am Nachmittag nahmen neben Siemens Mobility auch AMAG, ABB, Hess und E-Force sowie die Verbände eMobility, strasseschweiz und der VCS teil. 

 

Gerd Scheller trat in der Anhörung nicht in seiner üblichen Rolle als CEO von Siemens Mobility auf, sondern repräsentierte Gesamt-Siemens Mobility und damit auch das komplette in diesem Zusammenhang relevante Portfolio des Unternehmens. 

 

Gerd Scheller platzierte bei der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen folgende Aussagen:

 

Globale Statistiken zeigen, dass staatliche Förderung im Bereich der Elektromobilität wesentlich zu deren Verbreitung beiträgt. Norwegen, als gutes Beispiel, befindet sich im globalen Ranking in führender Position, die Schweiz hingegen hat noch grosses Potential nach oben. Wir vertraten die Ansicht, dass Elektromobilität künftig eine grosse Rolle spielen wird und im Rahmen der EAD-Strategie (Elektrifizierung-Automatisierung-Digitalisierung) auch für Siemens Mobility von erheblicher Bedeutung ist.

 

Die Elektrifizierung durchdringt dabei zunehmend den gesamten Mobilitätsbereich: von den Eisenbahnen, über Fahrräder, Scooter, Personenwagen, Bussen und Sonderfahrzeugen, bis hin zu Schiffen und sogar Flugzeugen. Aus unserer Sicht ist dabei der Elektromotor als Antrieb gesetzt. Ob jedoch Batterien oder Wasserstoff in Verbindung mit Brennstoffzellen das Rennen machen, ist noch offen und hängt stark vom Einsatzbereich ab. 

 

Voraussetzung zur Verbreitung der eMobilität ist auf jeden Fall ein leistungsfähiges und intelligentes Stromnetz, der Ausbau von erneuerbaren Energien sowie ein flächendeckendes Netz an Ladesäulen und Wasserstoff-Tankstellen. Die eMobilität steht dabei in engem Zusammenhang mit selbstfahrenden Fahrzeugen und intermodaler Mobilität.

 

Siemens Mobility verfügt über ein umfassendes Portfolio, sowohl im Bereich zur Erzeugung erneuerbarer Energien und deren Verteilung als auch im Bereich der Elektromobilität selbst. Dies umfasst auch Lösungen für die Herstellung und Speicherung von Wasserstoff.

 

Die Kommission stellte mit Genugtuung fest, dass in der Schweiz bereits viel Wissen zum Thema vorhanden ist. Sie konstatierte gleichzeitig jedoch auch, dass der Handlungsbedarf noch gross ist und es unerlässlich sein wird, Elektromobilität stets in einem Gesamtzusammenhang zu betrachten. Bleiben wir also gespannt, wie sich das Thema "Elektromobilität" in Zukunft entwickeln wird.