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SILOG deu 1-2012

Newsletter SILOG News 5 technische Stufe tiefer bestimmen die Durchsatzraten eines CFC oder eines IRV sowie die Anzahl der Zielorte und das ge- wählte Sortierkonzept die konkrete Konfi- guration der Sortieranlage: die Anzahl der Fächer und damit die Länge der Anla- gen, die Personalstärke, die für das Befül- len und Entleeren der Anlage notwendig ist und vieles mehr. Gelenkte Briefströme – im Kern der Sortierung „Grundsätzlich sind es zwei Briefströme, die im Sortierzentrum ankommen; einmal die eingesammelte ungeordnete Briefpost aus den Postbriefkästen, zum anderen die Briefe der Großauflieferer, die z.B. Wer- bung oder Rechnungen en masse verschi- cken“, erklärt Holger Ewert. In den westli- chen Industrieländern stammen nur noch fünf bis sieben Prozent des Sendungsauf- kommens aus Postbriefkästen, bis zu 95 Prozent aller Briefe kommen von den Groß- auflieferern wie Banken oder Telekommu- nikationsunternehmen – oftmals bereits in vorsortierter Form und freigestempelt. Dadurch erübrigen sich manche Prozesse, die die Geschäftspost preiswerter als den Standard machen. Der gemischte Inhalt der Postsäcke landet dagegen zuerst in der Trommel des CFC, die das Gemenge in Ströme auftrennt, die von Maschinen op- timal verarbeitbar sind. Diese werden ent- weder zur Fraktion der Standardbriefe ge- schleust beziehungsweise in den Bereich für die Großbriefe oder auch in die manu- elle Bearbeitung, die alles aufnimmt, was als „nicht maschinenfähig“ gilt. bedruckt, optional gewogen und entwer- tet, sortiert und am Ende des Prozesses schonend in die zugewiesenen Fächer ver- frachtet. Sobald ein Fach voll ist, leeren es die Bediener in die Behälter, die sich in einer Schublade direkt unter der unteren Sortierebene befinden. Anschließend weisen die Bedienkräfte dem Briefbehäl- ter mit Hilfe eines Labels, das der „zustän- dige“ Drucker ausspuckt, seinen weiteren Weg. Im Anschluss an das Aussortieren von nicht maschinenfähigen Sendungen stellt der CFC das Briefgut auf, richtet es aus, stempelt es bei Bedarf und stapelt es in die Fächer. Seit Siemens die neueste Ver- sion des CFC auf den Markt brachte, ist der Automatisierungsgrad für den Post- Mix enorm gestiegen. Die Maschine vom Typ 3004 kann jetzt auch Großbriefe auf- stellen und damit für die Weiterverarbei- tung im OMS vorbereiten. Holger Ewert konstatiert: „Aufgrund der gestiegenen Qualität und des Spektrums, das Siemens heute automatisch sortieren kann, wird der Anteil der manuell zu bearbeitenden Briefe stetig kleiner.“ Was aus dem CFC kommt – oder bereits aufgestellt in Postbehältern eintrifft – wird nun den Sortiermaschinen zuge- führt: Für die Standardsendungen steht der IRV bereit, der das passende Sortier- programm abarbeitet. Hier werden die Briefe eingegeben, vereinzelt, auf ma- schinenfähige Formate und Inhaltsstoffe kontrolliert, die Zieladressen gelesen und wenn nötig videocodiert, mit Barcodes Getrennte Wege gehen die Großbriefe: Dafür hat Siemens ein Maschinenkonzept entwickelt, das das Ideal technischer Lö- sungen – die Automation – in Vollendung anwendet: das OMS. Angefangen beim Tray Unload Device (TUD), das dem Be- diener die Beschickung des Systems we- sentlich erleichtert bis zur automatischen Ausschleusung der etikettierten Behälter auf ein Fördersystem, das den richtigen Kommissionier-Bereich zum LKW ansteu- ert, überzeugen die OMS-Prozesse: Bei schonender Transportgeschwindigkeit er- zielt der OMS hohen Durchsatz und hohe Effizienz. Anschließend fahren die Last- wagen in die vorgegebenen regionalen Zentren – auch diese Kommissionier-und Routenpläne liefern die Siemens-Berater – und geben die Post dort zur Eingangs- sortierung ab. „Doch das ist eine andere Geschichte“, sagt Holger Ewert und wen- det sich einer seiner derzeitigen Aufga- ben zu: die Entwicklung eines techni- schen Modernisierungskonzepts für die India Post. << eventuell ergänzt durch ein Open Mail Handling System (OMS) für die Sortie- rung von Großbriefen. Alle Maschinen gibt es in unterschiedlichen Konfiguratio- nen und mit einer variablen Anzahl von Endstellen. Im Detail geht es um die Beantwortung von Fragen wie dieser: Wann wird wie tief sortiert, welche Leseaufgaben fallen an, welche Postleitzahlengebiete müs- sen bis wann fertig bearbeitet sein? Eine Lösungsbeispiel für ein Sortierzentrum mit einem Open Mail Handling System mit zwei Eingabelinien für die Großbriefsortierung und einem Culler Facer Canceller mit allen notwendigen Funktionen für das Sortieren von Standardbriefen bis zum B4 Format.

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