Premierenfahrt: Nightjet der neuen Generation
Der ÖBB Nightjet von Siemens Mobility ist da! Am 14. November ist er zu einer Promotionfahrt durch Österreich aufgebrochen, am Vormittag gab es eine große Veranstaltung am Wiener Hauptbahnhof.
Damit die Nachtzüge für Fahrgäste und auch den Betreiber attraktiv sind, müssen ganz besondere Anforderungen überwunden werden: Aufgrund des eingeschränkten Einsatzbereichs (nur in der Nacht und am äußersten Tagesrand) müssen die Züge im Betrieb besonders wirtschaftlich sein. Gleichzeitig aber müssen sie - technisch aufwändig - höchsten Komfort für die Fahrgäste bieten, denn sonst schlafen diese schlecht.
Die Ingenieure von Siemens Mobility haben viel Zeit und Knowhow investiert, um diese Dinge zu vereinen. Die Highlights sind aus technischer Sicht vor allem:
1) Die Mini Cabins: Es war knifflig, dieses moderne und einzigartige Design mit technischen und eisenbahnrechtlichen Möglichkeiten in Einklang zu bringen.
2) Die Leichtbau Drehgestelle aus Graz: Fahrwerke, die ressourcenschonend hergestellt werden, jeweils um 30 Prozent leichter sind, am Zug 14 mal zum Einsatz kommen und idealerweise 30 Jahre und länger den Komfort prägen - das spart Energie bei jeder Fahrt.
3) für den Mobilfunk optimierte Fenster: Wer schnell zuhause anrufen möchte, um 'Gute Nacht' zu sagen - let's go!
4) Niederflur-Einstiege: Der Nachtzug hat auch Niederflur-Einstiege, die für die Barrierefreiheit wichtig und auch für z.B. die Fahrradmitnahme angenehm sind.
Die Projektteams arbeiten weiter intensiv daran, die behördlichen Zulassungen zu bekommen, damit es in ein paar Wochen dann auch wirklich los gehen kann! Die ersten Strecken werden laut ÖBB Wien-Hamburg und Innsbruck-Hamburg sein.