Lass die Sonne rein: Siemens verdoppelt Photovoltaik-Anlage im Werk Wien-Simmering auf 1 Megawatt Leistung

 -  Stadtrat Peter Hanke nahm Anlage offiziell in Betrieb                                       -  Nachtzüge und U-Bahnen werden auch mit Solarenergie gebaut                 -  Werk bezieht dazu zu 100 Prozent Ökostrom aus Österreich

Siemens Mobility Austria verdoppelt die hauseigene Photovoltaik-Anlage im Werk Wien-Simmering: Das bereits bestehende, 500 kW starke Solarzellen-Feld wurde um zusätzliche Paneele auf den Dächern der Werkshallen erweitert und gemeinsam mit Stadtrat Peter Hanke offiziell in Betrieb genommen. Die nun abrufbare Gesamtleistung entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 220 österreichischen Haushalten oder etwa 480 e-Autos im Jahr. Im Fall von Siemens Mobility aber werden unter anderem digitale Roboteranlagen betrieben, die moderne U-Bahnen wie etwa den X-Wagen für Wien oder die neuen Nachtzüge für die ÖBB fertigen.

 

Peter Hanke, Öffi- und Wirtschaftsstadtrat Wiens: „Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt. Moderne und attraktive Arbeitsplätze gehören da dazu, wie etwa bei Siemens Mobility, einem der größten Industriebetriebe unserer Stadt. Hier spielen Exporte eine bedeutende Rolle, was für unsere Stadt wirtschaftlich wichtig ist. Ich freue mich, dass Schienenfahrzeuge ‚made in Vienna‘ Teil des globalen Kampfs gegen den Klimawandel sind und dass das Unternehmen dabei auch selbst auf umweltfreundliche Technologien setzt.“

 

Arnulf Wolfram, CEO von Siemens Mobility Austria: „Mitten in Wien produzieren wir U-Bahnen und Reisezüge, mit denen Menschen weltweit umweltfreundlich ohne CO2 Emissionen unterwegs sein können. Umweltschutz beginnt aber nicht erst am Bahnsteig: Schon in der Produktion an diesem großen Industriestandort vereinen wir mehr Nachhaltigkeit mit größerer Wirtschaftlichkeit.“

 

Umweltschutz im Werk Wien

 

Die im Sommer 2020 erstmals installierte PV-Anlage hat den Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz spürbar gesenkt. Nun wurde die Fläche der Solarpaneele verdoppelt. Strombedarf, der nicht von der eigenen Produktion abgedeckt werden kann, wird als 100-prozent Ökostrom zugekauft.

 

Seit etwa fünf Jahren setzt Siemens Mobility besonders starke Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit am Standort Wien Simmering. Verglichen mit 2016 wurden die CO2-Emissionen um 3.500 Tonnen pro Jahr gesenkt. Der Verbrauch fossiler Treibstoffe ist heute um 13.000 Liter pro Jahr und der Stromverbrauch um etwa 22.000 kWh pro Jahr geringer als damals. Seit dem Vorjahr werden etwa 7.000 m² der Werkshallen mit LED-Technologie beleuchtet. Global gesehen wird Siemens Mobility bereits deutlich vor dem Jahr 2030 vollständig CO2 neutral sein.

 

Siemens Mobility Werk Wien

 

Der Standort in Wien ist einer der weltweit größten Fertigungsstandorte von

Siemens Mobility. Hier befindet sich das Headquarter für Metros. Es werden U-Bahnen wie der X-Wagen und dazu auch Reisezugwägen wie etwa die neuen Nachtreisezüge der ÖBB entwickelt und gefertigt. Wien ist der einzige Standort von Siemens Mobility, der gleich drei Fertigungskompetenzen aufweist: Es können Fahrzeuge aus den Werkstoffen Aluminium, Stahl und Edelstahl erzeugt werden.

 

Auch die Ausbildung junger Mitarbeiter spielt eine große und immer wichtigere Rolle: Im Werk wurden im September 35 Jugendliche neu aufgenommen - das sind um mehr als 300 Prozent mehr als noch 2018 (11 Jugendliche). Bei Siemens in ganz Österreich haben dieses Jahr rund 100 Lehrlinge ihre Ausbildung begonnen, insgesamt befinden sich 300 Jugendliche derzeit in Ausbildung.