
Bahndiagnostik aus einer Hand mit RailXplore Fusion
RailXplore Fusion transformiert Ihre Bahninfrastruktur für die Zukunft.
RailXplore Fusion ist die Plattform von Siemens Mobility für integrierte Bahndiagnostik. Sie vereint Diagnosedaten aus Signalsteuerungssystemen, Stellwerken, Subsystemen und betrieblichen Ereignissen in einer zentralen, strukturierten Umgebung. Dadurch entfällt der zeitaufwändige manuelle Abgleich von Protokollen und Ereignissen aus voneinander getrennten Systemen.
Für Engineering- und Betriebsteams, die komplexe Leit- und Sicherungstechnik betreuen, unterstützt RailXplore Fusion den Wandel von reaktiver Fehlerbehebung hin zu vorausschauender Fehlervermeidung über den gesamten Lebenszyklus der Infrastruktur.
Was ist RailXplore Fusion?
RailXplore Fusion ist eine integrierte Plattform für Bahndiagnostik, die Daten aus Signalsteuerungssystemen, Stellwerken und Subsystemen in einer zentralen Umgebung zusammenführt. KI-gestützte Analysen und ein integrierter Assistent erweitern die Diagnosemöglichkeiten über die reine Datensammlung hinaus und unterstützen die Erkennung von Mustern, Anomalien und potenziellen Störungen.
Die Plattform unterstützt automatisierte Diagnose- und Analyseprozesse, vorausschauende Instandhaltung sowie die Ursachenanalyse in nahezu Echtzeit – von der Inbetriebnahme bis zum täglichen Betrieb in der Leitstelle.
Durch die zentrale Zusammenführung von Diagnosedaten aus internen und externen Systemen, Anwendungen und Datenquellen fungiert RailXplore Fusion als operativer Daten-Hub für die Bahninfrastruktur. Infrastrukturteams erhalten eine konsistente Sicht auf den Zustand und das Verhalten ihrer Anlagen über das gesamte Netz hinweg.
Für Betreiber heterogener Systemlandschaften ermöglicht die modulare, API-basierte Architektur die Weiterverwendung bestehender Systeme. Sowohl Siemens- als auch Drittsysteme können integriert werden, ohne bestehende Plattformen ersetzen zu müssen.
Lösungen für die Herausforderungen moderner Bahndiagnostik
Die Verfügbarkeit der Bahninfrastruktur ist ein entscheidender Faktor für einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Bahnbetrieb. Ungeplante Störungen führen nicht nur zu zusätzlichen Instandhaltungskosten, sondern verursachen auch Verspätungen, Betriebsunterbrechungen und erhebliche Folgekosten für Infrastrukturbetreiber und Eisenbahnverkehrsunternehmen.
Moderne Eisenbahninfrastrukturen erzeugen täglich große Mengen an Diagnosedaten. Ereignisse aus Stellwerken, Protokolle von Signaltechniksystemen sowie Zustands- und Sensordaten aus Weichen, Gleisfreimeldeanlagen und weiteren Infrastrukturkomponenten liefern wertvolle Hinweise auf den Anlagenzustand. In vielen Organisationen sind diese Informationen jedoch auf unterschiedliche Systeme verteilt und müssen manuell ausgewertet werden. Dadurch verzögern sich Fehleranalyse und Ursachenfindung, während potenzielle Probleme unentdeckt bleiben und sich zu betriebsrelevanten Störungen entwickeln können.
RailXplore Fusion verbindet Diagnosedaten aus unterschiedlichen Quellen auf einer zentralen Plattform und schafft eine gemeinsame Sicht auf den Zustand der Infrastruktur. Durch die automatische Korrelation und Analyse von Betriebs-, Diagnose- und Zustandsdaten werden Zusammenhänge sichtbar, die in isolierten Systemen häufig verborgen bleiben.
Dadurch können Betreiber Auffälligkeiten frühzeitig erkennen, Ursachen schneller identifizieren und geeignete Maßnahmen einleiten, bevor Störungen den Bahnbetrieb beeinträchtigen. Das reduziert ungeplante Ausfälle, verbessert die Pünktlichkeit und unterstützt den Übergang von der reaktiven Störungsbehebung hin zu einer vorausschauenden Instandhaltung.
Das Ergebnis: höhere Anlagenverfügbarkeit, stabilere Betriebsabläufe und niedrigere Lebenszykluskosten.

Beugen Sie Ausfällen vor, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen. RailXplore Fusion wandelt Betriebsdaten in handlungsrelevante Frühwarnungen um und ermöglicht es Instandhaltungsteams so, aufkommende Risiken zu erkennen, Betriebsstörungen zu vermeiden und Instandhaltungsmaßnahmen zu optimieren. Das Ergebnis: bis zu 80 % weniger manueller Analyseaufwand und bis zu 20 % schnellere Reaktions- und Entstörzeiten.

Warten Sie das, was Aufmerksamkeit erfordert, nicht das, was herkömmliche Intervalle vorschreiben. RailXplore Fusion für Weichenantriebssysteme liefert für jede Weiche einen Echtzeit-Zustandsbericht, sodass Instandhaltungsteams Verschleißerscheinungen frühzeitig erkennen und Maßnahmen auf Basis des tatsächlichen Anlagenzustands priorisieren können, anstatt sich auf Annahmen oder feste Zeitpläne zu stützen. Das Ergebnis: bessere Instandhaltungsentscheidungen, eine höhere Anlagenverfügbarkeit und mehr Vertrauen in jeden Eingriff – mit 100-prozentiger Transparenz über den Zustand der Weichen.

Erkennen Sie Probleme, bevor sie einen Vor-Ort-Einsatz erforderlich machen. RailXplore Fusion zur Gleisfreimeldung überwacht kontinuierlich die Bedingungen im Feld und warnt frühzeitig vor auftretenden Störungen, sodass Instandhaltungsteams routinemäßige Inspektionen durch eine automatisierte Zustandsüberwachung ersetzen und Vorfälle per Fernzugriff untersuchen können. Das Ergebnis: bis zu 60 % weniger Infrastrukturstörungen und ein deutlich geringerer Inspektionsaufwand.

Von Tagen der Analyse zu Minuten der Erkenntnis. RailXplore Fusion Signaling macht komplexe Diagnosedaten aus Signalsteuerungs- und Stellwerkssystemen nutzbar. Durch die automatische Verknüpfung und Analyse von Ereignissen, Meldungen und Protokollen werden Ursachen schneller erkannt und Zusammenhänge transparent gemacht. Das Ergebnis: eine um bis zu 90 % schnellere Ursachenanalyse.
Automatisierte Diagnostik auf Basis von Signalsteuerungs- und Subsystemdaten
RailXplore Fusion verknüpft Log-, Protokoll- und Diagnosedaten aus Signalsteuerungssystemen wie Trainguard MT, Stellwerken wie Trackguard Sicas und Trackguard Westrace, Subsystemen und Fahrzeugen. Durch die automatische Korrelation dieser Datenquellen werden Fehlerzusammenhänge, wiederkehrende Muster und Leistungsabweichungen sichtbar, die in isolierten Systemen oft verborgen bleiben.
Dies ist weit mehr als eine zentrale Protokollablage. Die Plattform erkennt Anomalien automatisch, strukturiert Diagnoseinformationen und unterstützt Teams bei der schnellen Eingrenzung von Fehlerursachen. Dadurch wird die Ursachenanalyse von einem zeitaufwändigen manuellen Prozess zu einem geführten, datenbasierten Workflow.
Offene Integration in bestehende Systemlandschaften
Dank der offenen API-Architektur lässt sich RailXplore Fusion nahtlos in bestehende Diagnose- und Überwachungssysteme integrieren – auch wenn diese von unterschiedlichen Herstellern stammen. Vorhandene Investitionen bleiben erhalten, während Diagnose- und Leistungsdaten aus verschiedenen Quellen in einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt werden.
Für Infrastrukturbetreiber mit etablierten RAMS-Prozessen (Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Instandhaltbarkeit und Sicherheit) schafft die kontinuierliche Erfassung von Diagnosedaten eine belastbare Grundlage für Verfügbarkeitsnachweise, Fehleranalysen und Trendbewertungen. RailXplore Fusion unterstützt die strukturierte Sammlung und Auswertung von Diagnose- und Leistungsdaten, die in projektspezifischen RAMS-Prozessen, beispielsweise gemäß EN 50126, genutzt werden können.
Die Plattform ergänzt bestehende Engineering-, Betriebs- und Sicherheitsprozesse und unterstützt fundierte Entscheidungen auf Basis konsistenter Diagnosedaten, ohne die Verantwortung für sicherheitsrelevante Bewertungen auf Systemebene zu ersetzen.
KI-gestützte Erkenntnisse für die vorausschauende Instandhaltung
Viele Störungen kündigen sich bereits lange vor ihren Auswirkungen auf den Betrieb durch Veränderungen in den Diagnosedaten an. RailXplore Fusion macht diese Signale sichtbar.
Durch die Analyse historischer Ereignis-, Alarm- und Diagnosedaten erkennt die Plattform frühzeitig Muster, Anomalien und Leistungsabweichungen. Der integrierte KI-Assistent unterstützt Teams bei der Fehleranalyse, beantwortet technische Fragestellungen und liefert kontextbezogene Empfehlungen für die schnellere Behebung von Problemen.
So erhalten Instandhaltungs- und Betriebsteams genau die Informationen, die sie benötigen, um von reaktiver Fehlerbehebung zu vorausschauendem Anlagenmanagement überzugehen.
Vorausschauende Bahndiagnostik in der Praxis: Die Matterhorn Gotthard Bahn
Seit 2021 kommt RailXplore Fusion an sechs Weichenantrieben in drei Stationen zum Einsatz. Die Plattform überwacht deren Zustand kontinuierlich über alle vier Jahreszeiten hinweg. Hierfür werden unter anderem Leistungsaufnahme, Spannungswerte, Wartungsdaten und Umgebungsbedingungen erfasst und miteinander korreliert, um in Echtzeit ein umfassendes Bild des Anlagenzustands zu erzeugen.
KI-gestützte Trendanalysen erkennen Veränderungen und Anzeichen für eine Verschlechterung des Anlagenzustands frühzeitig – noch bevor diese zu betrieblichen Beeinträchtigungen oder Ausfällen führen.
Die Ergebnisse überzeugten schnell. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt erweiterte die Matterhorn Gotthard Bahn den Einsatz von RailXplore Fusion auf ihr gesamtes Netz. Heute umfasst die Lösung 36 Bahnhöfe und mehr als 200 Weichenantriebe, weitere Ausbaustufen sind bereits geplant.
Für eine Alpenbahn, bei der jede ungeplante Störung direkte Auswirkungen auf Pünktlichkeit, Verfügbarkeit und das Vertrauen der Fahrgäste haben kann, eröffnet der Wandel von reaktiver Instandhaltung hin zu vorausschauender Diagnostik völlig neue Möglichkeiten für einen zuverlässigen Bahnbetrieb.
